Martin Weiser - Der Schwavokal im Koreanischen
Ruhr-Universität Bochum
Der Schwavokal im Koreanischen - Erklärungsversuche eines grammatischen Phänomens in der Umgangssprache
Abstract:
Grundlage dieses Vortrages sind meine Erfahrungen während eines einjährigen Aufenthalts in Seoul. Dort fiel mir ein grammatisches Phänomen auf, das trotz einer umgangssprachlichen Verbreitung so nicht in Grammatiken erwähnt wird:
Das Koreanische, als agglutinierende Sprache, verfügt über eine Satzthema- sowie Objekt-Postposition. Diese werden bei konsonantisch auslautenden Wörtern -in bzw -il und bei vokalisch auslautenden Wörtern als -nin bzw. -ril artikuliert. Bei letzterem gibt es mit -n und -l jedoch auch eine verkürzte Variante. Allerdings sind diese in ihrem Auftreten stark begrenzt.
Neben der Einbettung dieses Phänomens in die Morphologie des Koreanischen sollen auch Parallelen zu zwei anderen Phänomenen aufgezeigt werden. Letztlich soll anhand statistischer Ergebnisse der Versuch unternommen werden, Bedingungen für dieses Phänomen aufzuzeigen.
