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Robert Keller: Finnisch und sein direktes Objekt

Bloged in Neuigkeiten von Marek Montag September 28, 2009
Robert Keller
Düsseldorf

Finnisch und sein direktes Objekt

Abstract

„Die meisten finnischen Grammatikbücher sind besonders einfach zu verstehen, wenn es um “direkte Objekte” geht. Es geht ungefähr so: Ein direktes Objekt im Finnischen (allgemein “Akkusativobjekt” genannt) kann im Nominativ, Genitiv oder Partitiv stehen. Um alles noch leichter verständlich zu machen, werden Nominativ und Genitiv “Akkusativ” genannt. Außerdem gibt es noch einen richtigen Akkusativ, der aber keinen besonderen Namen hat. Große Vorsicht ist erforderlich, wenn grammatische Bezeichnungen konstruiert werden. Wenn Sie das Wort “Akkusativ” sehen, kann es Nominativ oder Genitiv bedeuten, aber niemals Akkusativ; die Bezeichnung “Nominativ” kann Akkusativ bedeuten oder vielleicht Nominativ; “Genitiv” kann Akkusativ bedeuten oder einfach nur Genitiv, während “Partitiv” immer Partitiv ist, außer es könnte Akkusativ sein.” - Finnisch, die Weltsprache, http://www.lenz-online.de/reisen/finland/sprache.htm

Die Markierung des direkten Objekts im Finnischen, insbesondere die Bedingungen für den Gebrauch des Partitivs, ist auch in der Theoretischen Linguistik ein vieldiskutiertes Thema. Verschiedenste Linguisten, darunter Kiparski, Krifka und Wunderlich, haben sich schon an einer ganzheitlichen Analyse versucht.
In dieser AG wird das oben erwähnte Phänomen beschrieben: Nach einer kurzen Einführung in das Finnische Kasussystem -mit einem Blick auf die Morphophonologie des Partitivs-, soll versucht werden, die Bedingungen für den Gebrauch des Partitivs im Finnischen (NP-bezogen, V-bezogen, Negation) im speziellen und den Split in der Kasusmarkierung des direkten Objekts im allgemeinen zu klären. Eure Anregungen und eigenen Beiträge dazu sind herzlich willkommen.


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