Philipp Dorok: Zur Verfugung zur Verfügung – Fugenelemente im Gegenwartsdeutschen
Zur Verfugung zur Verfügung – Fugenelemente im Gegenwartsdeutschen
Abstract:
Keine andere europäische Sprache weist eine so große Anzahl an verschiedenen Fugenelementen auf wie das Deutsche. Der Ursprung der Fugenelemente und ihr Status im Gegenwartsdeutschen wurden in der Forschung heiß diskutiert. Handelt es sich bei den Fugenelementen um Flexive, morphologischen Schrott, Marker eines morphologischen Prozesses zur Bildung verschiedener Stammformen oder etwas völlig anderes?
Die Psycholinguistik bemühte sogar „Nagelpratsch“ und „Firmengrutz“, um der kognitiven Verarbeitung der Fugenelemente auf die Schliche zu kommen. Ziel der Präsentation ist es, das Phänomen ‚Fugenelemente im Deutschen’ aus einer breit gefächerten Perspektive in den Blick zu nehmen. Insbesondere soll die Rolle der Fugenelemente für die Syllabierung und die Begrenzung morphologischer Einheiten beleuchtet werden. Außerdem sollen auch semantische Fragen anhand ausgewählter Beispiele im Fokus der Diskussion stehen.
Literaturhinweise (kleine Auswahl):
Fuhrhop, Nanna (2000): Zeigen Fugenelemente die Morphologisierung von Komposita an?
In: Thieroff, Rolf: Deutsche Grammatik in Theorie und Praxis. Tübingen: Niemeyer, S. 201-213.
Wegener, Heide (2005): Das Hühnerei vor der Hundehütte. Von der Notwendigkeit historischen Wissens in der Grammatikographie des Deutschen. In: Berner, Elisabeth et al. (Hgg.): Ein gross und narhafft haffen. Festschrift für Joachim Gessinger, Potsdam: Universitäts-Verlag, S. 175-187.
(Als elektronischer Volltext im PDF-Format erhältlich unter: http://opus.kobv.de/ubp/volltexte/2006/998/pdf/wegener.pdf)
